#7: Fünf Gedanken, die dir Gelassenheit schenken

1/7/20 ·

Egal ob uns die vorlaute Arbeitskollegin nervt, eine Meinungsverschiedenheit mit dem Partner an uns zerrt, oder die Kinder mal wieder das Haus auf den Kopf stellen. Wäre es nicht schön, wenn wir solche Herausforderungen stets mit Ruhe und Gelassenheit mei

Viele von uns würden sich wohl einen Zaubertrank wünschen, der uns in solchen Situationen sofort gelassen macht. Ob es ein derartiges Rezept gibt, ist jedoch fraglich. Allerdings gibt es eine mentale Formel, die uns dabei hilft, in Situationen wie den Folgenden gelassen zu bleiben:

 

Ruhig und gelassen zu sein hilft uns, wenn …

  • es im Beruf gerade nicht rund läuft, während eine Deadline die andere jagt.
  • die Kinder noch immer ihr Zimmer nicht aufgeräumt haben.
  • unser Arbeitskollege das Lob erntet, obwohl wir die ganze Arbeit gemacht haben.
  • jemand heftig mit uns diskutiert, obwohl wir zu 100% im Recht liegen
  • wir auf etwas oder jemanden unnötig lange warten müssen, obwohl wir es eilig haben.

 

Folgende fünf Gedanken helfen uns dabei, diese Situationen mit Gelassenheit zu meistern

 

1. Wird es mich in einem Jahr noch belasten?

Diese Frage sollte man sich stellen, wenn Stress und Frustration an Überhand gewinnen zu drohen. Sollte die Frage mit „Ja, es wird mich in einem Jahr noch belasten“ beantwortet werden, so kann man dies auch noch weiterführen und fragen: „Wird es mich in zwei, fünf oder zehn Jahren noch belasten?“. Diese Gedanken sind hilfreich, um die Probleme zu relativieren.

Oftmals verschwinden die Probleme dann im Handumdrehen, da uns bewusst wird, dass wir unsere kostbare Zeit und Energie gerade mit etwas total Unwichtigem vergeuden.

 

2. Die rosarote Brille aufsetzen

Häufig bemerken wir schon morgens, direkt nach dem Aufstehen, dass wir heute womöglich leicht zu reizen sind. An solchen Tagen hilft es, die rosarote Brille aufzusetzen. Wenn wir durch sie blicken, erkennen wir, dass uns niemand, der uns heute begegnen wird und auf die Nerven geht, dies mit Absicht tut.

Schauen wir durch die rosarote Brille, können wir leichter über nervende Angewohnheiten unserer Mitmenschen hinwegsehen und bemerken viel eher all die liebevollen Eigenschaften, die jeder Mensch besitzt.

Zugegeben, die Brille wirkt nicht in jeder Situation. Jedoch kann ein tiefer Blick in die Augen jener Person, die unsere Nerven strapaziert wahre Wunder bewirken. Es beruhigt unsere Seele und ein warmes Gefühl, sowie eine tiefe Verbundenheit machen sich breit.

 

3. Jeder hat seine eigene Wahrheit

Wir neigen dazu, alles was unsere Mitmenschen sagen oder behaupten für bare Münze zu nehmen. Oftmals geht uns dies näher, als wir zugeben wollen. Dass es nicht immer diese eine, einzige Wahrheit gibt, vergessen wir dabei häufig. Jeder Mensch entscheidet über seine eigene Wahrheit, die durch vergangene Erlebnisse, Werte und der Einstellung geprägt wird.

Dabei können wir selbst entscheiden, welcher Wahrheit wir glauben schenken wollen. Wenn wir uns vor Augen führen, dass wir unsere eigene Wahrheit haben, auch wenn sie von der unseres Gegenübers abweichen mag, beruhigen wir uns ganz schnell wieder und unser Gemüt erheitert sich.

 

4. So schlimm ist es doch gar nicht

Natürlich ärgert es uns, wenn wir unseren Partner zum wiederholten Mal bitten müssen, doch bitte den Abfall rauszutragen, wenn dieser fast übergeht, anstatt immer noch mehr Müll reindrücken zu wollen. Wenn sie dann auch noch so tun, als wäre es jedes Mal ganz zufällig, dass wir diejenigen sind, die den Müll raustragen, droht der Puls schon wieder in die Höhe zu schnellen.

Doch wollen wir tatsächlich für so etwas unsere Energie vergeuden? Anstatt dem Partner eins auf den Deckel zu geben und einen Streit anzufangen, atmen wir lieber tief durch und sagen uns laut: „So schlimm ist es doch gar nicht, oder?“. Ist es nämlich auch nicht. Dieser Gedanke hilft uns, uns in Erinnerung zu rufen, was wirklich wichtig ist im Leben.

 

5. Nichts wie weg!

Wenn wir etwas mit viel Leidenschaft angehen, dann stecken wir in der Regel viel Energie in dieses Projekt. Wenn nicht alles so läuft, wie wir es uns vorstellen, oder jemand anderes versucht sich auf eine besserwisserische Art und Weise einzumischen, dann fällt es uns oftmals schwierig die Ruhe zu bewahren. Wir wollen uns schließlich nicht alles bieten lassen.

Bevor etwas vorschnell unseren Lippen entwischt, was uns später leidtun könnte, verlassen wir lieber Ort und Stelle. Dabei genügt es einfach das Zimmer zu verlassen und idealerweise kurz nach Draußen zu gehen und ein paar Mal tief durch zu atmen. Wir spüren, wie unsere Emotionen sich wieder beruhigen und wir wieder klar denken können. Dies bedeutet nicht, dass wir vor unseren Herausforderungen davonlaufen. Viel mehr nutzen wir den ruhigen Moment, um uns zu sammeln und mit den richtigen Worten wieder ins Geschehen zurückzukehren.

In der Ruhe liegt die Kraft.